malerei & objekte
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Uwe Tabatt, geboren im Jahre 1966 in Berlin, lebt und arbeitet seit 2005 in Glienicke/Nordbahn.

Seine Kunst verbindet einen zivilisationskritischen Impetus mit einem phantastischen Realismus.


In den Plastiken und beweglichen Bildobjekten von Uwe Tabatt mischt sich Rundes und Stacheliges, Stadt und Natur, Organisches und Urbanes. Das Runde hat es ihm ebenso angetan wie das in die Höhe wachsende Extreme.

Teilweise drehen sich Tabatts Werke auch. Rotierende Reifen können als Symbole von Geschwindigkeit und Dynamik gelten und bilden das Hintergrundgeräusch der lauten, benzingetränkten, expandierenden Metropole. Den emotionalen Überschwang paart Uwe Tabatt mit einem rauen Rhythmus, der erzeugt wird durch eine gehörige Portion Sarkasmus.

Tabatt bemalt seine Formen in Holz, Gummi, Metall und auf Leinwand mit Acryl. Pinselführung und Farben erzeugen blubbernde Ruhe, wenn Flaute ist, und knisternde Spannung, wenn Rotation aufkommt. 


Die pflanzlichen Strukturen in seinen Arbeiten verbildlichen eine untrennbare Verbundenheit und  Abhängigkeit des Menschen, sowohl mit seiner natürlichen als auch der künstlich geschaffenen Umwelt. Tabatt verbindet harmonisierend gegensätzliche Elemente, möchte aber auch zeigen, wie verzahnt ein einzelnes Thema immer mit dem ganzen Leben ist.



Soziale Projekte waren u.a.

1995 Bildversteigerung zugunsten aidskranker Kinder / Europacenter in Berlin

2010 und 2011 Original als Hauptpreis und Ausstellung / Berliner Presseball

2012 und 2017 Bildversteigerung zugunsten des Kinderschutzzentrum / Tagesspiegel

2013 Versteigerung zugunsten des Oranienburger Frauenhaus / Generalanzeiger

2015 Künstlerische Unterstützung / Bemalung Mauersegment in Glienicke

2017 Auktion für das Brandenburger Kinderhaus Malz.




Tabatts Arbeiten sind thematisch in unterschiedliche Werkreihen unterteilt:




Urbanismen


Aus Silhouetten globaler Großstädte entstehen Stadtlandschaften in denen architektonische und organische Strukturen eine Symbiose eingehen. Die dargestellten Verschmelzungen von Objekten der Natur mit Alltagsgegenständen oder Architektur zu biomorphen Formen schärfen den Blick des Betrachters für seine Verantwortung im Wechselverhältnis Mensch und Umwelt.

Dabei bedient sich Uwe Tabatt gekonnt verschiedenster Stilmittel moderner Kunst. Elemente der Pop Art werden, genau wie surreale Einflüsse, in die Gegenwart übertragen, ausgediente Konsumgüter erhalten wie in der Objektkunst eine zweite Chance als Teil eines Kunstwerkes. Die montierten Gebrauchsgegenstände sprengen die Zweidimensionalität des Malgrundes und werden zur Skulptur.

Reifenskulpturen rotieren im Rhythmus der Metropole und Berlin als drehende Scheibe eines Plattenspielers gibt den Sound an. Konsequent ist Bewegung in Bild und Skulptur umgesetzt. Die futuristisch, aufstrebenden Stadtlandschaften stehen nicht still, dynamische Organismen brechen bestehende Strukturen auf. Soweit der Reifen trägt kommen auch die Gebäude, der Reifen wird zum Inbegriff für Mobilität & Dynamik..


Wappentiere -

Berliner Bär und Brandenburger Adler


Tabatt setzt variantenreich und pointiert das Thema Großstadt künstlerisch um. Der Bär ist als starkes Symbol für die Stadt Berlin weltweit bekannt und untrennbar mit ihr verbunden. Wer an Berlin denkt, hat auch den Bären im Sinn. Bei Tabatt ist er aber nicht das allseits bekannte aufrecht stehende starre Wappentier, sondern findet sich vielmehr in ungewöhnlichen Situationen inmitten der Großstadt wieder. Diese meistert der Bär stets mit einem kleinen Augenzwinkern und berlintypischer Gelassenheit. An vertrauten Orten hat der Bär mit neuen Entdeckungen sowie Alltäglichem zu tun und steht so auch stellvertretend für die Besucher und Einwohner der Stadt. Als Schauplätze dienen international bekannte Sehenswürdigkeiten und Plätze wie Reichstag, Rotes Rathaus, Berliner Dom und Alexanderplatz.

Mit kritischem Blick setzt Tabatt das Thema variantenreich, pointiert bis ins kleinste Detail um. Dabei sind die Arbeiten einzigartig, originell und sind über die Jahre zu einem eigenen unverkennbaren Stil geworden



In seinen Arbeiten befreit er auch den märkischen Adler von seinem Wappenschild. Flügge geworden, so gar kein Nesthocker mehr, darf dieser dann zeigen was in ihm steckt. Bei aller Sehschärfe und Flugfähigkeit des roten Adlers sind auch die Grenzen der tierischen Bemühungen auf den Bildern in ironischer Betrachtung umgesetzt. Auch die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Brandenburg und Berlin sind auf verschiedenen Werken angedeutet.

Vor 12 Jahren ist Tabatt nach Oberhavel gezogen und so ist für ihn der Adler ins Blickfeld geraten. Als geborener Berliner schlummert der Bär auch noch in ihm. Die beiden befinden sich im Wechselspiel, im Balanceakt wie bei Kunststück, im Dialog und sind sogar in einigen der Bilder in trauter Zweisamkeit wiederzufinden. Eine Fusion wie bei dem gleichnamigen auf Brandenburger Sand gemalten Doppelbild wird dabei vorerst nicht zustandekommen (sie tanzen noch drumherum), aber wer weiss, in der Tierwelt gibt es ja auch so etwas wie die Symbiosen. Das Zusammenleben verschiedenartiger Lebewesen zum gegenseitigen Nutzen. Das Zusammenleben klappt ja schon ganz gut - den gegenseitigen Nutzen müssen Sie vielleicht noch erkennen lernen. Im Duett tanzen Sie miteinander, bei Bruchlandung zeigt sich in der unsanften Landung die sehr begrenzte Flugfähigkeit des Berliner Bären gegenüber seinem Brandenburger Wappenkollegen Anders bei dem Bild Tandemflug. Hier trägt der Adler den Bären souverän und mit Leichtigkeit vom Großstadtwald in den Kiefernwald des Umlands oder wie bei Punktlandung direkt zum Landtag. Das lässt doch hoffen; hier klappt der Flugverkehr schon recht gut.

Bei Nachtlektüre bildet ein schöner alter Bettrahmen den idealen Untergrund . Erschöpft vom reichhaltigen Blätterwerk zum Stand der Deutschen Einheit können sich hier die zwei Protagonisten eimal richtig ausruhen. Auch wenn der Adler sein Nestbau am liebsten im Herzen des Plenarsaal ausübt. Das Bild Stolze Eltern zeigt noch eine andere Möglichkeit. In trauter Zweisamkeit, beinahe trunken vor Zuneigung bietet selbst der schmucklose U-Bahn Eingang am Alexanderplatz eine gemeinsame Zukunft und Nachwuchs ist sogar schon zu erkennen. Bei der nächsten Generation ist der Unterschied nicht zu erkennen, die Herkunft nicht mehr wichtig. Gemeinsamkeiten gibt es: wie bei Gunst der Stunde, hier angeln beide um die Gunst der Besucher und legen dann schon mal das eine oder andere Ei.




Law & Order


1998  begann Tabatt das Thema Recht und Justiz künstlerisch umzusetzen und Eindrücke und Erlebnisse im Dschungel der Paragraphen in genau 99 Bildern festzuhalten. Er schöpft dabei aus der bildreichen Sprache der Juristerei, setzt  Redewendungen, Schlagwörter und Fachbegriffe wie „Die Mühlen des Gesetzes“, „Selbstjustiz“ oder „Schweigepflicht“ bildlich um. Es entstehen emblematische Kompositionen, bei denen das Paragraphenzeichen in seinen Verzerrungen, Verdrehungen, Doppelungen und Dehnung als obligatorisches Grundmotiv jedes Bildes eingesetzt wird.


Scheinen die Arbeiten auf den ersten Blick wie Illustrationen zu den sprachlichen Bildern, so erschließen sie sich bei genauem Hinsehen als eigene Bildwelt, die den durchgängigen Regeln der Verwandlung von Uwe Tabatts Werk folgt. Das erklärt vielleicht auch, warum es dem Künstler so wichtig ist zu betonen, dass oft das Bild vor dem Titel existiert habe. Wie die Waage der Justitia sind die Bildinhalte so gehalten, das sie sowohl nach der einen als auch nach der anderen Richtung ausschlagen können. So kann der mit einem Vorhängeschloss versiegelte Mund, sowohl als Plädoyer für als auch gegen die Schweigepflicht gelten und die Brille in Paragraphenform kann für den nötigen Durchblick, aber ebenso gut für die Verengung des Blickes stehen.

Futuristisch, unübersichtlich groß oder bodenlos sind die gemalten Räume, Paragraphen bieten darin nur fragwürdigen Halt. Uwe Tabatt lotet mit seinen Arbeiten zu „Law & Order“ sowohl die Stärken, als auch die Schwächen der Gesetzgebung aus. Ein Vogel Strauss steckt sorgevoll den Kopf in den Sand. Sucht im Gewirr der juristischen Hieroglyphen nach der Gerechtigkeit oder hat es schon längst aufgegeben. Auch die Friedenstaube klettert flankiert von den anderen wichtigen Mächten Geld und Gewalt nur mühsam aus dem Ei. In seinem Bild  „Traumata“  schildert er die Gefilde der Juristerei als Märchenland. Der kleinbürgerliche Gartenzwerg zerfetzt im Streit mit der feenhaften Justitia die Gesetze, manchmal geht aber auch ein Schmetterling daraus hervor. Lug und Trug existieren mühelos neben märchenhaften Lösungen.


Dass die Rechtsprechung, wie alles, seine Grenzen, hat zeigt Uwe Tabatt mit seinem Bild „Sichtweisen“: Die Erde dreht sich auf Paragraphenbahnen, in einem Raum dessen Wände die Grenzen unseres Wissens über das Universum markieren.


Jutta Saum, Kunsthistorikerin und Publizistin

Zwischenwelten- zwischen verbinden und bewegen



Symbole des Rechts, wie die Waage der Gerechtigkeit oder das Paragrahenzeichen stehen im Mittelpunkt der Arbeiten. In den Bildern wird augenzwinkernd und mit einem Schuss Humor gezeigt, wie unser ganzes Leben von Gesetzen begleitet, ja umstellt ist. Manchmal auch zu unser aller Leidwesen.

Uwe Tabatt setzt sich unter dem Titel Law & Order mit dieser Welt der Gesetze und Vorschriften ironisch und kritisch auseinander. Der Mensch im Paragrafendschungel ist sein Thema. Justiz und Recht werden von verschiedensten Seiten her in Szene gesetzt. Leitmotiv seiner surrealen Bilder ist das wohlbekannte Paragrafenzeichen. Mit diesem Paragrafenzeichen spielt der Künstler. Er nutzt es , um unsere Welt der Gesetze auf immer neue Weise zu deuten.

So kreist in dem Bild Sichtweise ein gigantisches Paragrafenzeichen unsere Erde: Unser Planet Erde im Netz der Gesetze. Tabatts Bilder zeigen das Labyrinth der Paragrafen und die Juristen gefangen im goldenen Käfig, der aus Paragrafen gewirkt ist. Rechtswege werden durch Verkehrszeihen symbolisiert oder Gesetzeshürden als endloser Hürdenlauf über Gesetzbücher visualisiert.

Tabatt zeichnet die Geschichte der Gesetzgebung nach, von den Zehn Geboten bis zur modernen Gesetzesflut: Sinnbildlich dargestellt von dem die Gesetzestafeln tragenden Moses, der noch aufrecht geht, bis hin zu dem unter der Last der Gesetze und Verordnungen zusammenbrechenden Menschen unserer Zeit. Das Bild trägt den ironisch-frechen Titel Evolution.

Und immer ist es das Paragrafenzeichen, das neue und überraschende Assoziationen weckt. Das Paragrafenzeichen, von dem der polnische Satiriker Stanislaw Jerzy Lec gesagt hat, das es selbst schon aussieht wie ein Folterwerkzeug. Besonders auffällig wird dies, wenn Tabatt die Faustregel, vielleicht genauer noch das Faustrecht darstellt: Das Paragrafenzeichen wird von einer hart zupackenden Faust zusammengedrückt. Deutlich sichtbar wird der letzte Tropfen des Rechts heraugequetscht.

Anregend ist es, Recht und Justiz aus ungewöhnlichen Blickwinkeln und mit den Augen des Künstlers zu betrachten.


- Dr. Geiger, Staatssekretär, Ausstellung im Bundesministerium der Justiz, Berlin -



Die Darstellung von Recht und Gesetz hat eine lange Tradition in der Kunst. Die Gerichtsbarkeit wurde im Altertum dargestellt als Justitia, ihr Ursprung ist eine altrömische Göttin, die Personifikation der Gerechtigkeit. Im Mittelalter finden wir die Justitia in der Regel dargestellt im Kampf der Tugenden und Laster, ihre Attribute sind das Schwert und die Waage. Der hehren Darstellung stehen viele Karikaturen und Spottbilder gegenüber. Allen bekannt sind die justizkritischen Bilder von Honoré Daumier der die Untugenden von Richtern, Anwälten und Notaren so genial und kraftvoll dargestellt hat.

Uwe Tabatt geht das Thema Law & Order, Gesetz und Ordnung anders an. Im Vordergrund steht als Sinnbild für das Recht das Paragrafenzeichen. Das Paragrafenzeichen ist mit seinem doppelten Schwung elegant und formschön und eignet sich für die bildnerische Darstellung. Angesichts der Liebe im Deutschen Recht zu Paragrafenketten kommt es im Text auch häufig doppelt vor, bei vielen Bildern von Tabatt sogar in gleichsam unendlicher, unausweichlicher Folge. Sinnbild für Law & Order ist Tabatt das geschriebene Recht, die Form, in der sich das Bemühen um Gerechtigkeit manifestiert. Dass die Form in den Vordergrund gerückt ist, entspricht der heutigen Zeit. Bei dem Schlagwort Law & Order denken wir- oder jedenfalls die Politik- nicht an eine Göttin der Gerechtigkeit, sondern eher daran, ob es noch weiterer Paragrafen bedarf, um auch das nächste Problem in den Griff zu bekommen. Auch wenn wir den Gesetzespositivismus überwunden haben und die Notwendigkeit einer Prüfung unserer Gesetze am höherrangigen Recht, sei es das man es Naturrecht oder Menschenrechte nennt, aus schlimmer Erfahrung gelernt haben, so ist doch eindeutig das in Paragrafen gesetzte Recht unser Boden auf dem wir stehen und das uns vollständig erfasst: angefangen bei der Namensgebung, in der Familie, im Beruf, im Straßenverkehr, im Urlaub kurzum überall.

Man merkt den Bildern von Tabatt noch den genauen Blick des Fotografen an. Seine Bilder umreissen Personen und Gegenstände klar, geradezu überdeutlich. Gegenstände und Personen werden durch den Kontext, in dem sie stehen, irreal und zeigen den kritischen Blick des Malers. Auch bei ihm gibt es schöne Frauen, sie sind aber keine hehren altrömischen Göttinen, sondern weisen eher in die Richtung der Surrealisten. Die Bilder haben wegen ihrer Liebe zur schönen Form und zu ausgesuchten Farben ästhetischen Reiz und sind so bei aller Kritik am Recht und trotz des kritischen Blicks auf den dargestellten Personenkreis ein Vergnügen zum Anschauen und Nachdenken. Wir wissen ja selbst um die Fragwürdigkeit des Rechts und unserer Bemühungen darum.


- Constanze Angerer, Präsidentin Landgericht München, Ausstellung Justizpalast, München -




Zwischenwelten


Hauptansatz dieser teilweise sehr plastischen Arbeiten ist die Schilderung von Zuständen der Verwandlung.

Tabatts Augenmerk liegt im Zusammenspiel von Mensch und Natur.

Menschliche Körper befinden sich in Symbiose mit pflanzlichen, organischen und künstlich geschaffenen Formen.

Die Körper befinden sich oft in runden, auch embryonalen Zustand , umhüllt von Blütenblättern, Gräsern oder wachsartigen Strukturen, mit denen sie Verbindungen eingehen und in gegenseitiger Abhängigkeit stehen. Dabei muss nie so ganz sicher sein ob etwas im Entstehen oder im Vergehen begriffen ist. Erblühen oder verwelken die menschlichen Blüten? Zerfließen oder wachsen die tropfenförmigen Wesen? Die Bilder dürfen ruhig in einer Art Schwebezustand bleiben, die Formen befinden sich im Prozess der Bewegung.

Die pflanzlichen Strukturen verbildlichen eine untrennbare Verbundenheit und  Abhängigkeit des Menschen, sowohl mit seiner natürlichen als auch der künstlich geschaffenen Umwelt. Tabatt verbindet harmonisierend gegensätzliche Elemente, möchte aber auch zeigen, wie verzahnt ein einzelnes Thema immer mit dem ganzen Leben ist.

Tabatt arbeitet vorrangig mit Acrylfarben und kombiniert Materialien wie Paketschnüre, Gummischläche, Plexiglas, Holz und Leinwand um lebendige räumliche Strukturen zu schaffen. Der Prozess der Vorbereitung des Untergrunds nimmt dann z.B. beim Kleben von Paketschnüren oder dem Schleifen eines Grundkörpers oft mehr Zeit in Anspruch als das eigentliche Malen.

Die Größe der Originale liegt zwischen 50 x 50 cm bis 2 x 2 m.

Die Bildtitel wie Poriferen, Kukurbitalen oder Diospyralen leitet er dabei aus der Botanik her.


Dass das labile natürliche Gleichgewicht beeinflussbar ist, zeigt z.B. dieses Bild „Allumspannend“. Beim  Kegelspiel mit dem Erdenrund in der Mitte liegt die Verantwortung in den Händen der Menschen. Die Bewegung der Kugel und die daraus erwachsenden globalen Verstrickungen bilden sich im  Netzwerk als dreidimensionaler Bestandteil des gesamten Bildes ab.



African Soul


Urwaldelemente unterstreichen in der Serie African Soul das Erleben von Musik als Ausdruck eines mit der Natur verwurzelten Körper – und Lebensgefühls. Im Sound der tropischen  Rhythmen verwachsen Pflanzen, Tiere, Musiker und ihre Instrumente zu einer einheitlichen verschlungenen Dschungelwelt.

Viele erste Eindrücke zu dieser Serie entstanden vor gut 20 Jahren durch Reisen mit dem eigenen VW Bus nach  Afrika  und natürlich vielen Besuchen von Musikkonzerten.


Die Atmosphäre von rauchigen Jazzclubs und ausgelassenen Straßenszenen hält Tabatt auf seinen Bildern fest, indem er diese teilweise sehr nah an das Auge des Betrachters heranbringt, oder besondere Ausschnitte, äußere Bildformen und  Perspektiven wählt.

Der Darstellung der Instrumente widmet er besondere Aufmerksamkeit und drückt damit die Bewunderung für das Handwerkliche und die Fingerfertigkeit aus, die notwendig sind, um sie zum Klingen zu bringen. Es ist auch die  beneidenswerte Gabe bis ins hohe Alter die Virtuosität und Freude am Musizieren zu behalten und dabei scheinbar jung zu bleiben.


Bei „Watermelon Man“ schaut man von oben auf einen Flügel, sieht den Pianisten wie einen Zauberer agieren, dessen gemalte Hände mit saitenähnlichen Schnüren und einer echten Klaviatur zu einem musikalischen Wesen verschmelzen.


Musik ist etwas, das den Künstler fasziniert, vor allem dann, wenn sie live gespielt wird. Die besondere Atmosphäre des Ortes, an dem Musik entsteht, das Zusammenspiel der Musiker und die sich sichtbar auf das Publikum entfaltende Wirkung von jazzigen Grooves und Sounds sind es, die ihn zu seiner Serie „African Soul“ inspiriert haben. Afrika als Mutterland vieler verschiedener Musikstile und einem besonderen Rhythmusgefühls ist ihm zwar durch Reisen nach Mauretanien und Marokko bekannt, aber Akteure und auch Titel seiner Bilder sind eher afroamerikanischer Musiktradition entlehnt.

Vielleicht klingt dem ein oder anderen dabei sogar eine vertraute Melodie im Ohr und es werden Erinnerungen an einen Besuch in verrauchten, schummrigen Jazzclubs wach. Der Darstellung der Instrumente widmet Uwe Tabatt besondere Aufmerksamkeit und drückt darin seine Bewunderung für das Handwerkliche und die Fingerfertigkeit aus, die notwendig sind, um sie zum Klingen zu bringen. Um Reflexe und Spiegelungen darzustellen, arbeitet er mit Acrylfarben und Pinsel die feinen Modulationen der glänzenden metallenen Oberflächen von Saxophonen, Trompeten und Posaunen heraus. Dabei nimmt er die Berührung durch Musik wörtlich, verlängert die Blastrichter der Instrumente zu lassoartigen Gebilden, die die Körper der Tanzenden umspielen und umschmeicheln.

Bei den mit Afro-Latin-Rhythmen benannten Bildern wie „Samba grazile“ steigert Uwe Tabatt durch Urwaldelemente das Erleben von Musik als Ausdruck eines in der Harmonie mit der Natur verwurzelten Körper – und Lebensgefühls. Im Sound tropischer Rhythmen verwachsen wie im Traum Pflanzen, Tiere, Musikerinnen und ihre Instrumente zu einer verschlungenen Dschungelwelt.



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